Toleranz und ihre Grenzen

Unter dem Titel „Toleranz und ihre Grenzen“ veranstaltete das Friedrich-Wöhler-Gymnasium am 11. März eine zweiteilige Veranstaltung mit Ahmad Mansour. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine offene Gesellschaft mit den Gefahren von Islamismus, Antisemitismus und anderen extremistischen Ideologien umgehen kann, ohne ihre eigenen Werte dabei preiszugeben. Ahmad Mansour diskutierte diese Frage am Vormittag mit 180 Schülerinnen und Schülern und am Abend mit einer breiten Öffentlichkeit.

„Toleranz ist ein hohes Gut.“ Am Beispiel seiner eigenen Biographie verdeutlichte Mansour dem Publikum den Wert von Demokratie, Meinungsfreiheit und persönlicher Freiheit. Diese jedoch seien nur zu bewahren, wenn man auch von allen, die Teil dieser Gesellschaft sein möchten, das Bekenntnis zu den Werten der Verfassung einfordere. Es gehöre zum Wesenskern der Demokratie, abweichende Meinungen zu tolerieren und ihnen mit Argumenten, nicht mit Hass und Hetze zu begegnen. Die Grenzen der Toleranz seien jedoch erreicht, wenn die Intoleranten aus Unkenntnis oder politischer Naivität heraus toleriert würden.

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Mansour analysierte den Islamismus und den Antisemitismus als zutiefst intolerante Phänomene und plädierte nachdrücklich dafür, hier gesellschaftlichen Entwicklungen entgegenzutreten, die das Potenzial besäßen, die Grundlagen der Demokratie zu untergraben. Dabei wies er insbesondere auf die wachsende Bedeutung sozialer Medien als Einfallstor für extremistische Ideologien hin, über die Kinder und Jugendliche gezielt angesprochen und beeinflusst werden.

Das Publikum diskutierte lange mit Ahmad Mansour und dankte ihm mit anhaltendem Applaus.

 

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