„Mehr Sprachen. Mehr Wir“ – Kusar Hossaini gewinnt Preis und reist nach Berlin
Der Wettbewerb „Mehr Sprachen. Mehr Wir“ hat erneut gezeigt, wie stark Sprachenvielfalt und Mut zum Reden verbindet. Initiiert von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gibt der Wettbewerb Jugendlichen die Chance, ihre Sprachkompetenz in einer Rede zu zeigen und macht Mehrsprachigkeit als große Stärke sichtbar. Eine der herausragenden Siegerinnen ist Kusar Hossaini vom Friedrich-Wöhler-Gymnasium Singen. Sie wurde für ihre beeindruckende Rede mit einem Preis ausgezeichnet und dafür mit ihrer betreuenden Lehrkraft Katrin Brandi-Dohrn und den anderen Preisträgerinnen nach Berlin ins Bundesministerium für Arbeit und Soziales eingeladen.
Kusar Hossaini berichtete in ihrer Rede eindrucksvoll von ihrem bisherigen Lebensweg: Ursprünglich in Afghanistan geboren, zog sie im jungen Alter mit ihrer Familie in den Iran. Dort blieb ihr der Gedanke an eine sichere Zukunft erhalten, doch die politische Situation ließ eine Rückkehr nach Afghanistan unmöglich erscheinen. Als die Taliban die Macht übernahmen, entschied die Familie, nach Deutschland zu gehen. In Deutschland angekommen, blickt Kusar nun nach vorn: Sie möchte die Stimme der Mädchen in Afghanistan sein, die nicht mehr gehört werden dürfen, und setzt sich dafür ein, dass deren Perspektiven gehört werden.
Mehr als 240 Schülerinnen und Schüler nahmen teil, und insgesamt wurden mehr als 42 Sprachen in den Reden genutzt. Die Anforderung, zweisprachige Reden zu halten, hob die sprachliche Bandbreite und den kulturellen Reichtum der Beiträge hervor.
Kusar Hossaini und Katrin Brandi-Dohrn stehen stellvertretend für das, wofür der Wettbewerb „Mehr Sprachen. Mehr Wir“ steht: Mut, Vielfalt und die Kraft der Stimme junger Menschen. Die Reise nach Berlin ist ein Zeichen dafür, wie Bildung und Engagement Brücken bauen – zwischen Ländern, Sprachen und Perspektiven.





