Chemie Seminar an der Universität Freiburg

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Hallo,
mein Name ist Marvin aus der KS1. Jedes Jahr darf ein Schüler unserer Schule, der den 4-stündigen Chemie-Kurs belegt hat, am Seminar „Die Wissenschaft an der Nahtstelle von makroskopischer und mikroskopischer Welt“ an der Uni Freiburg teilnehmen. Die Wahl fiel auf mich, worüber ich mich sehr gefreut habe :-). Hier möchte ich kurz einen kleinen Erlebnisbericht abgeben:

Die Seminarteilnehmer, 60 an der Zahl, allesamt aus verschiedenen Gymnasien des RP Freiburg, trafen sich am 22. Und 23. März in der Chemieabteilung der Universität. Am ersten Tag hörten wir einen sehr interessanten Vortrag zum Thema Kriminalistik und wie man durch eine DNS-Analyse einen Täter überführen kann. Im anschließenden Praktikum haben wir dann eine Restriktionsanalyse von DNS durchgeführt, so wie man es im Kriminallabor macht, um einem Täter DNS vom Tatort zuzuordnen. Es gab noch weitere spannende Vorträge und Vorlesungen an diesen beiden Tagen. Am besten fand ich jedoch die verschiedenen Praktika im Chemie-Labor: Wir haben z.B. verschiedene weiße Substanzen durch Flammenfarbe und Fällungsreaktionen identifiziert und auch den pH-Wert von Coca-Cola bestimmt. Das Ergebnis war für mich erschreckend: Habt ihr gewusst, dass dieser pH-Wert sehr niedrig, also die Cola sehr sauer ist, was auf den Gehalt an Phosphorsäure zurückzuführen ist?

Auch dass es „schlaue Kunststoffe“ gibt, war mir neu: Diese können sich durch Lichteinstrahlung bewegen und bei Hitze „schwitzen“. Farbspiele von Manganverbindungen in verschiedenen Oxidationsstufen und selbst gemachte Cocktail-bubbles rundeten den zweiten Tag ab. Am Ende musste leider ein Gummibärchen sterben, damit wir dessen Energiegehalt messen konnten :-)

Alles in Allem waren es zwei erlebnisreiche Tage, ich habe viel Neues gelernt, habe erfahren, wie es in einer Universität so zugeht, konnte aber auch Inhalte aus dem Schulunterricht gut einbringen.

Viele Grüße
Marvin (4- stündiger Chemie-Kurs KS1)

Bericht: Marvin